Spezielle Angebote

Zur Anmeldung für die Teilnahme in Gruppentherapien

Für alle Gruppen ist ein Indikationsgespräch mit dem therapeutischen Leiter Voraussetzung!

Gruppen sind auf mindestens zwei und maximal acht (in Ausnahmefällen zehn) Personen beschränkt. Die Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen verbindlich, ohne eine vorherige Absage 24 Stunden früher wird der Termin in Rechnung gestellt.

Entspannungsgruppe

Leitung: N. Wälti, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP

Das Angebot richtet sich an Klienten, die eine einfache aber wirkungsvolle Entspannungsmethode erlernen wollen, um Anspannung, Nervosität, Schmerzen, Depression und Schlafprobleme zu verbessern. Regelmässig geübt, verbessert die Entspannungsmethode ihr Wohlbefinden, ihre Stresstoleranz und hat sogar blutdrucksenkende Auswirkungen.

Stress, Belastung, Sorgen und Angst können, oft ohne dass wir es bemerken, zu einer erhöhten Anspannung einzelner oder gar aller Muskeln im Körper führen. Kurzfristig ist das kein Problem.
Halten solche Zustände jedoch länger an, oder kehren sie immer wieder zurück, können sie Erschöpfungszustände und Schmerzen hervorrufen.

Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR) hat zum Ziel, eine tiefere Entspannung der gesamten Muskulatur zu erreichen. Gezielt werden ganze Muskelpartien angespannt und bewusst wieder entspannt. Dadurch wird die Körperwahrnehmung geschult und das Wohlbefinden verbessert.
Diese Entspannungsmethode ist einfach zu erlernen und kann fast an jedem Ort und zu jeder Zeit durchgeführt werden. Es braucht keinerlei Vorkenntnisse.

Von Vorteil wäre eine bequeme Kleidung, die Ihnen ein angenehmes Sitzen oder Liegen erlaubt.
Anmeldung über Ihren Psychotherapeuten oder direkt am Empfang / im Sekretariat in Grenchen.

Da es sich um eine „offene Gruppe“ handelt, ist bei vorhandenen freien Plätzen der Einstieg jederzeit möglich. Die Gruppe umfasst max. 6 Personen.

Die Anmeldung ist jeweils für den reservierten Termin verbindlich, d. h. ohne vorherige Absage 24 Stunden früher wird der Termin verrechnet.

Burnout-Gruppen

Beachten Sie bitte: In die Burnout-Gruppen werden nur Burnout-Fälle im engen Sinne aufgenommen. Das heisst, es muss sich um einen Erschöpfungszustand handeln, der infolge Überengagement und Überarbeitung am Arbeitsplatz entstanden ist und nicht – auch nicht teilweise – auf andere Faktoren zurückgeführt werden muss, zum Beispiel auf vorbestehende psychische Störungen (ADHS/ADS, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Sucht etc.) und ihre Folgen. Auch ist eine Erschöpfung infolge Mobbings allein keine Indikation für die Gruppen.

Gruppe Burnout Early Birds

Leitung: Lic. Phil. M. Bajnoczy, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP

Gruppentyp: Geschlossene Gruppe, Therapiedauer auf acht Wochen beschränkt. Es wird abwechselnd in der einen Woche ein Gruppengespräch geführt und in der anderen kunsttherapeutisch gearbeitet.

Die Gruppe bereitet den Klienten auf den stationären Aufenthalt in einer spezialisierten Burnout-Abteilung/Klinik (Privatklinik Wyss, Münchenbuchsee, Privatklinik Meiringen/Hasliberg, Privatklinik Schützen Rheinfelden etc.) therapeutisch vor. Es bestehen für solche Kliniken lange Wartezeiten (2 – 3 Monate). Diese Zeit soll optimal genutzt werden.

Das Angebot richtet sich an Klienten, die sich infolge Überarbeitung und psychischer Überbeanspruchung im Arbeitskontext erschöpft haben und nun erstmals einen Psychiater/Psychotherapeuten aufsuchen.

Auch diese Gruppe verlangt ein persönliches Engagement im gemeinsamen Gespräch und Offenheit gegenüber der Kernthematik des eigenen Scheiterns im Zusammenhang mit der aktuellen Lebensphase.

Gruppe Burnout Fellows

Leitung: Dr. med. A. Fröhlich, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH

Co-Therapeut: J. Rossell, diplomierter Kunsttherapeut

Gruppentyp: Offene Gruppe, keine Beschränkung der Dauer. Empfohlen wird, die Teilnahme nach ca. 12 – 18 Monaten zu beenden (auch wenn es schwerfallen sollte …). Es wird abwechselnd in der einen Woche ein Gruppengespräch geführt und in der anderen kunsttherapeutisch gearbeitet.

Die Gruppe versteht sich als therapeutische Fortsetzung des stationären Aufenthalts in einer spezialisierten Burnout-Abteilung/Klinik (Privatklinik Wyss Münchenbuchsee, Privatklinik Meiringen/Hasliberg, Privatklinik Schützen Rheinfelden etc.). Besonders geeignet ist sie zur Aufarbeitung persönlichkeitsbezogener Problembereiche bei Rekonvaleszenz und Wiedereinstieg in die Berufswelt.

Das Angebot richtet sich an Klienten, die sich in einer mittel- bis schwergradigen Erschöpfungssituation infolge Überarbeitung und psychischer Überbeanspruchung im Arbeitskontext in der aktuellen Lebensphase befinden.

Die Gruppe verlangt Ihr persönliches Engagement im gemeinsamen Gespräch und Offenheit gegenüber der Kernthematik des eigenen Scheiterns im Zusammenhang mit der aktuellen Lebensphase.

Kunsttherapie im Einzel- und im Gruppensetting

Leitung: J. Rossell, diplomierter Kunsttherapeut

Einzeltherapie: Fallweise, nach interner Überweisung

Gruppentyp: Offene Gruppe, zeitlich unbeschränkt

Mit den Mitteln der Kunsttherapie (gestalten, malen, filmen etc.) werden anstehende psychische Probleme sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting auf individueller Basis praktisch bearbeitet. Hier wird weniger gesprochen und diskutiert, als vielmehr gearbeitet und interpretiert.

Kunsttherapie erfordert persönliches Engagement, bereitet aber auch Spass! Sie ist sehr effektiv. Künstlerische Fertigkeiten oder gar „Talent“ sind keine Voraussetzung!

AD(H)S-Abklärungen

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Störung aus dem Kreis der Aufmerksamkeitsdefizitstörungen kann bei uns eine fachgerechte Abklärung vorgenommen werden. Sie ist für uns die unabdingbare Grundlage für jede Therapie mit Methylphenidaten (Ritalin, Concerta, Focalin, Elvanse etc.).

Liegt eine solche Abklärung bereits schriftlich belegbar vor – wenn immer möglich eine solche aus dem Kindes- bzw. Jugendalter – kann auf eine Wiederholung verzichtet werden. Muss die Störung aber erstmals im Erwachsenenalter diagnostiziert werden oder sind die alten Akten nicht mehr vorhanden oder zugänglich, bestehen wir auf einer solchen Abklärung, bevor Methylphenidat eingesetzt werden darf.

Die AD(H)S-Abklärung erfordert drei bis vier Sitzungen bei der hierfür spezialisierten Fachpsychologin und das Ausfüllen zahlreicher Tests, zum Teil auch durch Drittpersonen, die den/die PatientIn persönlich sehr gut kennen. Ein Abschlussgespräch mit dem/der PatientIn ist in jedem Fall obligatorisch. Es wird ein schriftlicher Bericht erstellt.

Die Diagnose einer AD(H)S berechtigt in aller Regel nur dann zum Bezug von Methylphenidaten, wenn nicht gleichzeitig ein Suchtleiden besteht oder die Symptomatik durch andere Störungen (besser) erklärt werden kann (z. B. durch eine Borderline-Störung, eine bipolar-affektive Störung, gewisse Persönlichkeitsstörungen etc.).

Psychotraumabehandlungen

Viele unserer Patienten leiden direkt oder indirekt an den Folgen erlittener Psychotraumata, zumeist solchen in der Kindheit oder im Jugendalter. Die meisten solcher Traumata waren einzelne Gewaltereignisse oder traten im Zusammenhang mit einer bestimmten Beziehung gehäuft und tabuisiert im Verborgenen auf.

Nicht selten aber erweisen sich Menschen auch durch jahrelange, ununterbrochene Entwertungen und Schikanen/Mobbing in Familie, Partnerschaft oder am Arbeitsplatz als psychisch traumatisiert.

Es kann sinnvoll oder sogar unabdingbar sein, die Dynamik erlittener Traumatisierung im Rahmen der Psychotherapie mit Hilfe geeigneter Therapieansätze direkt anzugehen. Nicht selten erweisen sich die Lebensumstände solcher Patienten auch als retraumatisierend.